Stützen der Gesellschaft, Luzerner Theater

«Das Ensemble steht an vorderer Stelle»

Schauspiel

Patenbabys und Selfies im Bühnenbild

 

«Besser kann man nicht empfangen werden», heisst es im ersten Satz des Artikels, den Martin Wigger für die aktuelle Ausgabe des renommierten Magazins «Theater der Zeit» verfasst hat. Er steigt ein in die Aufführung von «Stützen der Gesellschaft», die neuste Regiearbeit unserer Schauspieldirektorin.

«Katja Langenbach lacht, als sie auf das Thema Familie angesprochen wird. Sie ist erstaunt, dass es von aussen in dieser Weise wahrnehmbar ist, denn es sei eine Umgangsform und ein Thema, das ihr sehr entspreche, wie eine innere Agenda, aber nicht als Aushängeschild über dem Theater. Unabhängig von den gennanten Inszenierungen spürt man auch als Zuschauer, dass sich im gesamten Luzerner Theater seit dem Amstantritt von Intendantin Ina Karr etwas verändert hat.

Das Haus strahlt eine angenehme Präsenz aller Beteiligten aus, gern geht man hier in die Premieren und Vorstellungen, schnell kommt man ins Gespräch mit Beteiligten oder anderen Zuschauer*innen. Eine Gastfreundlichkeit, die an anderen Häusern programmatisch verkündet wird, findet hier selbstverständlich statt. Man fühlt sich vom Angebot des Theaters angesprochen und lebt die spartenübergreifende Offenheit. Katja Langembach möchte das «Familiäre» der Arbeit grösser fassen und in einen sozialen Kontext stellen.

Das Ensemble steht dabei an vorderer Stelle, es wurde auf zehn Spielende aufgestockt. Da tatsächlich viele der Kolleg*innen Familien und Kinder haben, wird weitgehend auf Abendproben verzichtet. Dies ermöglicht eine andere Verbindung mit der Stadt aufgrund neuer Freiräume für ein Leben ausserhalb des Theaters.

Die Grossen Geheimnisse

Sie selbst fühle sich am eigenen Haus sehr wahrgenommen, sagt Katja Langenbach und möchte das weitergeben an ihr Team im Schauspiel. Wenn sie ihre eigene Arbeit beschreiben wolle, interessiere sie die Idee von Gemeinschaft, besonders ein gemeinsames Erzählen, das Erfinden anderer Welten, ein Imaginieren von Möglichkeiten und – weil im Theater – das Herstellen von Berührungen.»

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Mai-Ausgabe von «Theater der Zeit»

 

Katja Langenbach